Vertrauen auf Gott


Die Solidarität unter den Menschen könnte in der Verankerung in Gott eine solide Grundlage finden, freilich wird das Vertrauen in Gott oft in Frage gestellt.
Viele Glaubende machen diese schwierige Erfahrung am Arbeits- und Studienplatz, manchmal in der Familie. Zahlreiche Menschen können nicht an einen Gott glauben, der sie persönlich liebt. Viele stellen sich auch mit großer Ehrfurcht die Frage: Wie kann ich bewissen, ob ich den Glauben habe?
Der Glaube stellt sich heute als Risiko, als Risiko des Vertrauens dar. Er besteht nicht in erster Linie darin, Wahrheiten zu akzeptieren, sondern in einer Beziehung mit Gott.
Er ruft uns auf, uns dem Licht Gottes zuzuwenden. Der Glaube an Gott versklavt nicht, erstickt auch nicht die persönliche Entfaltung, er macht frei: frei von Furcht, frei für ein Leben im Dienst an den Menschen, die Gott uns anvertraut.
Je mehr das Vertrauen auf Gott wächst desto weiter wird das Herz für alles, was menschlich ist, überall auf der Welt, in allen Kulturen. Es öffnet sich auch für die Wissenschaften und technischen Errungenschaften, die es ermöglichen, Leiden zu lindern und die Gesellschaften weiterzuentwickeln.....
Was ist das Besondere am christlichen Glauben? Die Person Jesu und eine lebendige Beziehung zu ihm. Das werden wir niemals restlos begreifen.






(aus: Frère Alois, Brief aus Taizé, Nr 274 Sonderausgabe)





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