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Das Jahr 2017 hat angefangen. Es ist eine gute Tradition, sich in den ersten Tagen etwas (Gutes) zu wünschen.
Was sagen Sie zu Ihrem Nachbarn, Ihren Kollegen, Ihren Freunden? Die Kurzform ist "gutes neues". Was wünschen Sie? ein frohes…. gesundes… gesegnetes… neues Jahr? Was verbinden Sie damit? Was wünsche ich mir für dieses neue Jahr: persönliche Zufriedenheit, verlässliche Freunde, beruflichen Erfolg, Gesundheit, Zeit für mich und meine Interessen...

"Zeit" ist um Silvester und Neujahr herum ein Zauberwort. Wir sehen das ganze neue Jahr vor uns wie ein weißes Blatt, das beschrieben werden möchte. Wir haben (wieder) den Wunsch, einiges anders zu machen, mehr Zeit zu haben für dies und das, unsere Zeit selbst gestalten zu können.
Diesem Wunsch steht die Erfahrung gegenüber, dass die Zeit immer schneller rennt, je älter wir werden; die Erfahrung, dass es schwierig ist, eingefahrene Gewohnheiten zu ändern, etwas anders zu machen wie z.B. mein Essverhalten, meine sportliche Bewegung, mein Verhalten bestimmten Menschen gegenüber.
Im schottischen Glasgow am Busbahnhof steht diese Uhr auf zwei Beinen, die mit langen Schritten über den Platz rasen. Dieses Bild drückt das Lebensgefühl von vielen aus: die Zeit rennt oder meine Lebenszeit rennt und ich kann sie nicht aufhalten, ich habe keinen Einfluss, diese rennende Zeit aufzuhalten. Ich spüre die Ohnmacht, wie ich mitgerissen werde von der Hektik des Lebens um mich herum und merke aber auch, dass ich mithalten möchte in der Schnelllebigkeit dieser Zeit.
Was hilft mir im Umgang mit der Zeit?
Die Liedzeile "Meine Zeit steht in Deinen Händen" ist ein krasser Gegenpol und eine geistliche Herausforderung für mich. Lege ich meine Zeit, letztlich mein Leben in Gottes Hand? Die Melodie ist langsam und getragen. Das Singen hat schon eine entschleunigende Wirkung.
Steht das nicht im Gegensatz zu meinem Wunsch, mein Leben selbst so viel wie möglich selbst zu gestalten?

Ich wünsche uns allen ein Jahr 2017 mit der spürbaren Erfahrung, dass wir getragen sind von unseren Familien und Freunden und geborgen sind in Gottes Hand.

Jutta Blümel
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